Barockorchester spielt Weihnachten an

„…Ein Bogen spannte sich von Beginn bis Schluss, ein Atem befeuerte alle Mitwirkende, ein Geist sprach aus den Interpretationen, und wie ein Wesen wirkten nicht nur die Musiker, sondern auch die Zuhörer die so konzentriert, so freudvoll lauschten… Hier und insgesamt überzeugte die musikalische Auffassung, das lebendig Atmende des Spiels und des Gesangs. Soll man die glänzend aufgelegete Continuo-Gruppe hervorheben, deren Tänzeln, Schreiten, Eilen so schöne Impulse gab? Wesers sensibel-klare Leitung? Die Streicher mit ihrer überragenden Beweglichkeit? Die Oboen und Wesers Trompeten-Intermezzi wegen ihrer rhetorischen Gesanglichkeit? Bourvés Fähigkeit, die Töne erblühen, leuchten zu lassen? Nein! Es war eine kluge und überzeugende Ensembleleistung: voller Ausdruck, bunt, vital und überaus harmonisch.“

           Rolf-Bernhard Essig - Fränkischer Tag, 27.11.2006

 

 

Schlanke Strahlkraft und Dynamik

„Die 16 Musiker setzten unter Dirigent Weser auf kraftvolle Dynamik, kristallklare Strukturen und einen insgesamt sehr schlanken Ton… Er verdankte sich der Tatsache, dass die Streicher mit Barockbögen auf modernen Instrumenten spielten aber auch der Handschrift Wesers, der es schaffte, gerade oft gehörten Werken wie etwa der „Pifa“ aus Händels „Messias“ viel von dem süßen Schmelz zu nehmen …William Christie und seine „Les Arts Florissants“ kamen in den Sinn.

Die Musiker gefielen durch ihre Spielfreude und ihr wunderbar entspanntes Zusammenspiel. Man kennt sich, man mag sich, und die Zuhörer merkten das. Viel Applaus für das neue Ensemble“

Barbara Kurz - Fränkischer Tag, 6.12.2004

 

Im Paradiesgarten mit zwitschernden Geigen

Im Paradiesgarten mit zwitschernden Geigen

„Gestrichen wird mit Barockbögen, dirigiert ohne Taktstock. Rhythmus macht die Musik, statt romantischem Streicheln und Schwelgen im Klang geben (an-)sprechende Rhetorik und luftiges Leggiero den Ton an. Marcellos Oboenkonzert in d-moll spielt Barbara Bode mit unbeschwerter Leichtigkeit, Sinn für dynamische Feinarbeit und aufblühende Phrasen. Nicht nur in Händels Concerto Grosso gefällt Till Fabian Wesers Dirigat: eindringlich, mit ausladender Gestik und oft von bezwingendem Schwung.“

Jürgen Grässer - Fränkischer Tag, 22.4.2008

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